Pinterest – der neue Rising Star!
Verfasst von Kai-Uwe Gutsch unter Online Marketing, Social Media Marketing am 13. Mai 2012
Pinterest ist momentan in aller Munde. In aller? Wohl eher in dem aller weiblichen Internetuser. Ein Beispiel: über 90% der Facebook Likes für diese Plattform gehen auf Frauen zurück. Für alle Männer also erst einmal eine kurze Zusammenfassung.
Pinterest ist ein soziales Netzwerk, auf dem Mitglieder Bilder pinnen können. Der Name leitet sich aus den beiden Wörtern „Pin“ für pinnen und „Interest“ für Interessen ab. Eine Foto-Bookmarking-Plattform also, auf denen Bilder öffentlich oder privat abgespeichert werden, mit Kommentaren versehen und geteilt werden können. Sozusagen das YouTube für digitale Bilder, wobei auch Videos integriert werden können.
Wer steckt hinter Pinterest?
Bereits seit März 2010 ist das Netzwerk online, seit einigen Monaten allerdings ist es in den USA die angesagteste Plattform. Laut Time Magazine gehört Pinterest zu den Top 50 der Webseiten des Jahres 2011. Laut Alexa weißt die Seiten bereits Rang 39 der meistbesuchten Homepages auf (im März 2012 noch Rang 44). Vom Traffic her gesehen rangiert das Netzwerk auf einem ähnlichen Niveau wir Google oder Twitter. Ursprünglich war das Netzwerk als Einkaufsführer geplant.
Hinter Pinterest steht ein kleines Team aus dem sonnigen Palo Alto in Kalifornien, die laut eigener Webseite ein Produkt und eine Firma gründen wollten, das die Menschen lieben. Kalifornier eben. Unterstützt wird das Unternehmen von einer Reihe Investoren und es wird wohl bald auch die Begehrlichkeiten der großen Onlineportale wecken.
Um noch einmal auf aktuelle Zahlen zurückzukommen: Im Dezember 2011 verzeichnete die Seite 11 Millionen Besucher pro Woche, im Januar 2012 waren es bereits 11,7 Millionen. Damit befindet sich Pinterest bereits in den Top Ten der sozialen Netzwerke. Keine andere Webseite hat die 10 Millionen Usergrenze so schnell durchbrochen.
Schöne Dinge an die Pinnwand
Eigentlich bietet Pinterest nichts Neues, was wir nicht auch von Flickr und YouTube kennen. Bilder an eine Online-Pinnwand klemmen und teilen. Aber einen kleinen Unterschied gibt es doch und dieser scheint auch den Erfolg auszumachen. Das Motto von Pinterest lautet: „Zeige und teile die Dinge, die du liebst!“ So entstehen Fotowänder, die sich thematisch ordnen lassen und die Vorlieben der Nutzer widerspiegeln.
Um zu einer eigenen Pinnwand zu gelangen, muss man allerdings von einem anderen User eingeladen werden oder sich auf der Homepage unter „Request an Invite“ eine Einladung besorgen. Haben Sie die Zugangsdaten erhalten, können Sie sich mit Ihrem Twitter oder Facebookaccount anmelden (Username, Mailadresse und Passwort). Nach der Installation eines kleinen Scripts im Browser (Pin-Bookmarklets) können Sie loslegen.
Pinterest für Businesszwecke
Sie können sich nicht mit Ihrer Facebook Unternehmensseite anmelden. Wenn Sie als Firma auf Pinterest aktiv werden wollen, machen Sie dies am besten mit Ihrem Twitter Account. Es gibt keine eigenen Unternehmensaccounts, trotzdem wird Pinterest natürlich auch zu Businesszwecken genutzt.
Wenn Ihre Zielgruppe weiblich ist, können Sie es eigentlich nicht besser treffen. Was Sie lediglich benötigen ist ein interessantes Angebot und schöne Bilder. Hotels mit Wellnessangeboten, Fashion (insbesondere Schuhe
), Hörbuchverlage und Designshops sind nur einige Beispiele, die bereits erfolgreich auf Pinterest anzutreffen sind.
Was macht Pinterest für Unternehmen interessant?
Neben der Zielgruppe, wecken besonders die automatischen Backlinks, die zu den gepinnten Bildern hinterlegt werden, das Interesse der Unternehmen. Sprich, nicht nur von Ihrer Seite aus können Sie direkt zu Ihrem Shop verlinken, auch wenn Ihre Fotos geripinned werden, landen Ihre Kunden, wenn es nicht von User extra herausgenommen wird, auf Ihrer Seite.
Wenn Sie es schaffen Ihre Produkte visuell ansprechend zu gestalten, sollte einem häufigen Repin nichts im Wege stehen.
Pinterest nur ein Hype?
Ob Pinterest mehr als ein Hype ist, wird sich zeigen. Viele Plattformen waren bereits kurzfristig stark angesagt und sind letztendlich in der Versenkung verschwunden. Gerüchten zufolge ist auch Google bereits an Pinterest interessiert.
Auch das Thema Datenschutz kann sich zumindest in Deutschland zu einem Problem entwickeln. So wird man zwar geben, die Quelle für Bilder und Videos anzugeben, verpflichtet ist man aber nicht. Viel Arbeit für die Datenschutzbehörden, denn unzählige User werden (und tun dies bereits) gegen Urheberrechte verstoßen. Sollten Sie als Unternehmen hier aktiv werden, geben Sie Ihren Mitarbeitern klare Richtlinien mit und klären Sie das Thema Urheberrecht für alle Bilder, die Sie pinnen.
Einen sehr interessanten Pinterest Guide für Unternehmen finden Sie auf der Seite von t3n.
Kai-Uwe Gutsch
(Follow Me – Der Social Media und Online Marketing Blog)
Google: Mehrsprachige Inhalte für überregionale Webseiten ohne Duplicate Content
Verfasst von Kai-Uwe Gutsch unter Google, Online Marketing am 5. Mai 2012
Kennen Sie das Problem auch? Sie haben eine Webseite für den deutschen Markt im Google Ranking oben stehen, wollen aber auch in Österreich und der Schweiz in den Suchmaschinen auf die vorderen Positionen. Wenn Sie jetzt den identischen Inhalt einfach auf eine .at- und eine .ch-Domain stellen, erzeugen Sie Duplicate Content und erreichen genau das Gegenteil. Sie werden von Google bestraft. Was also tun? Die Lösung ist ein kleines Link-Element, das den User auf die landesspezifische Version der Seite schickt.
hreflang
Bereits seit 2011 unterstützt Google explizite Vermerke im HTML – Code von Webseiten auf denen der gleiche Inhalt mit unterschiedlichen Sprachvorlagen dargestellt wird. Hierbei ging es allerdings um Seiten, auf denen Vorlagen, sprich Linkleisten, etc. lokal durch unterschiedliche Sprachen angepasst werden, der Haupt-Content der Seite aber dupliziert wird und immer in der ursprünglichen Sprache bleibt.
Das wäre z.B. bei Webseiten der Fall, in denen User aus der ganzen Welt Profile mit eigenen Texten anlegen können und sich die Linkstruktur der Seite immer der Sprache des Benutzers anpasst. Haben wir beispielsweise ein Profil in Deutsch angelegt und ein englischer Besucher sieht sich anschließend die Webseite an, wird er von der .de-Domain, in der das Profil angelegt wurde auf eine .com-Domain geleitet, die jetzt zwar englische Links, aber immer noch das deutsche Profil anzeigt.
Um hier den Duplicate Content zu vermeiden, bietet Google auf seinem Blog eine optimale Lösung an. Wir wollen uns heute aber mit überregionalen Webseiten beschäftigen, die z.B. identische Inhalte für Australien, Kanada und Großbritannien verwenden möchten.
Google spezifiziert Sprache und Standort
Auch hier geht es wieder um das hreflang-Attribut, dass von Google selbst zu diesem Zweck erweitert wurde. Jetzt können Sie auf Wunsch das Land sowie die URLs für entsprechende Seiten angeben und somit Content, der im Wesentlichen gleich ist, sich aber an unterschiedliche Länder richtet, genau zuordnen, ohne Duplicate Content zu erzeugen.
Ein Beispiel: Sie haben eine allgemeine englische Startseite (http://www.domain-xyz.com) für den US-Markt. Wenn Sie Ihr Angebot jetzt auch in Australien und Kanada präsentieren wollen, können Sie Subdomains anlegen (http://en-au.domain-xyz.com und http://en-ca.domain-xyz.com).
Jetzt müssen Sie lediglich alle Seiten, die beispielsweise für Kanada zum Einsatz kommen, noch mit folgendem Zusatz versehen: link rel=”alternate” hreflang=”ca” href=http://www.domain-xyz.com/
Mit diesem Sub-Tag weiß Google, dass Sie die entsprechende Region ansprechen wollen und wird in Kanada die passende Seite präsentieren, ohne diese als Duplicate Content zu bewerten.
Weiterführende Google Links
Hier finden Sie alle Links von Google selbst zu diesem Thema:
- Duplicate Content trotz mehrsprachiger Templates verhindern
- Neues Markup für mehrsprachige Inhalte
- rel=”alternate” hreflang=”x”
- Kanonisierung
Kai-Uwe Gutsch
(Follow Me – Der Social Media und Online Marketing Blog)
Google AdWords – Tipps für Ihre AdWords Kampagne – Teil 2
Verfasst von Kai-Uwe Gutsch unter Google, Online Marketing am 29. April 2012
Kommen wir zum zweiten Teil der Tipps für Ihre AdWords Kampagne:
Welche Anzeige ist die erfolgreichste?
Bei Google AdWords haben Sie den Vorteil, dass Sie in Echtzeit auf Misserfolge und Erfolge Ihrer Anzeige reagieren können. Merken Sie, dass Sie die falschen Keywords ausgewählt haben, oder der Anzeigentext, die User nicht zum Klicken bewegt, haben Sie die Möglichkeit, jederzeit Änderungen vorzunehmen.
Gerade in der Anfangsphase ist es wichtig hier immer am Ball zu bleiben, bis die Kampagne richtig eingestellt ist. In dieser ersten Phase können Sie auch mehrere Anzeigen zu ein und demselben Thema ins Rennen schicken und somit exakt überprüfen, welche Ad beim User besser ankommt.
Nachdem Sie ja auch Ihre Kosten exakt definiert und durch Ihr Tagesbudget einen Maximalbetrag festgelegt haben, besteht auch nicht die Gefahr durch diese Tests Ihr Budget in die Höhe zu treiben.
Um objektive Vergleiche zu ermöglichen, achten Sie darauf, dass in den unterschiedlichen Anzeigen, die Sie vergleichen wollen, jeweils das Hauptkeyword identisch ist und auch im Text vorkommt.
Welches Budget benötige ich?
Wenn Sie eine Anzeige in Ihrem AdWords Konto erstellen, erhalten Sie von Google einen Preisvorschlag und eine ungefähre Einschätzung, wo Sie mit diesem Klickpreis im Ranking der Anzeigen liegen.
Achten Sie darauf mit einem angemessenen Klickpreis zu starten, um bei den gewünschten Keywords auch wirklich vorne mit dabei zu sein. Wenn Sie eine schlechte Klickrate haben, stuft Google auch die Relevanz Ihrer Anzeige ab und Ihr Klickpreis wird steigen. Es ist also leichter durch eine gute Conversionrate und damit verbundenen häufigen Klicks den Preis im Nachhinein zu stabilisieren und auch wieder zu senken.
Wenn Sie mit der Konkurrenz um ein Keyword buhlen und der Preis zu hoch wird, suchen Sie sich Alternativen. Es gibt meist mehrere Möglichkeiten, die User auch auf Ihre Seite zu bringen. Vermeiden Sie also Preiskriege.
Ansonsten haben Sie bei AdWords den großen Vorteil Ihr Budget genau definieren zu können. Wenn Sie ein kleines Budget haben, wird Ihre Anzeige bei Erreichen Ihres Tagessatzes einfach nicht mehr geschaltet. Fangen Sie doch einfach mit kleinen Beträgen an und nach einer Lernphase, in der Sie auch bereits sehen, ob und wie erfolgreich Sie mit AdWords sind, können Sie immer noch aufstocken.
Wichtig ist, dass Sie nie den ROI aus den Augen verlieren. Wenn Sie z.B. ein Sonderangebot abverkaufen wollen und Sie haben nur eine sehr geringe Stückzahl und nur eine geringe Marsche, sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, hier nur im akzeptablen Bereich Anzeigen zu schalten. Denn was nützt Ihnen der Abverkauf, wenn Sie durch Werbung sogar draufzahlen.
Wie gestalte ich die Landingpage?
Eine weitere extrem wichtige Frage. Ein User sucht bei Google gezielt, er ist in Kaufstimmung und klickt nach Eingabe der für Ihn relevanten Keywords auf Ihre Anzeige. Wenn er jetzt nicht in kürzester Zeit die für ihn relevanten Informationen findet, haben Sie zwar Ihre Klickrate erhöht, den User aber verärgert. Und nicht nur das: Mit einer hohen Absprungrate erhöhen Sie auch Ihren Cost per Click (CPC) Preis.
Stimmen Sie also die Landingpage exakt auf Ihre Keywords ab. Und gestalten Sie die Seite so, dass letztendlich auch eine Conversion, also eine Handlung des Users ausgeführt wird. Nur wenn der User auch eine einfache Bestellmöglichkeit vorfindet oder einen schnellen Download tätigen kann, haben Sie letztendlich Ihr Ziel erreicht. Eine reine Erhöhung Ihrer Klickrate ist zwar nett, aber bringt Ihnen keinen Umsatz.
Wie messe ich den Erfolg?
Hier sind wir noch einmal bei den Themen Conversionrate und ROI angelangt. In Ihrem AdWords Konto haben Sie auch die Möglichkeit unkompliziert Google Analytics mit Ihrer Kampagne zu verknüpfen und auf Ihren Landingpages zu integrieren. Somit verfügen Sie über eine hervorragende Trackingmöglichkeit Ihrer Kampagne.
Gestalten Sie für jede Kampagne eine eigene Landingpage, versehen Sie diese Seite mit einer klaren Conversion und integrieren Sie Analytics in den Quellcode Ihrer Seite. Somit haben Sie eine optmale Messbarkeit gewährleistet und können anhand der Analyticszahlen genau definieren, wie viele User Ihre Seite besucht haben und wie viele Besucher Handlung ausgeführt haben, die Sie definiert haben.
Und wenn Sie über Ihre Anzeigen verkaufen wollen, verlieren Sie nie den Return on Investment aus den Augen. Wenn Sie 1.000,- Euro in Ihre Kampagne stecken, aber beim Verkauf Ihrer Ware nur 900,- Euro Gewinn erwirtschaftet wurde, stimmt etwas nicht. Wenn so ein Fall eintritt, wird es höchste Zeit zum nächsten Punkt zu kommen, der Kampagnenoptimierung.
Wie kann ich meine Kampagnen optimieren?
Sie haben durchaus die Möglichkeit Ihre Kampagne auch in Hinsicht auf die Gewinnmaximierung zu optimieren. Beispielsweise wenn Sie mit teureren Keywords eine bessere Conversionrate erreichen und Sie somit auch Ihren ROI erhöhen.
Die Optimierung ist in erster Linie auch eine Frage des am Ballbleibens. Beobachten Sie Ihre Kampagnen, reagieren Sie mit Keywordwechseln, einer Erhöhung oder Senkung Ihrer CPC Kosten.
Überprüfen Sie Ihre Landingpages. Auch hier kann man vieles falsch machen. Kommen beispielsweise viele User auf Ihre Seite und betätigen sogar die erste Klicks hin zu einem Kauf und es erfolgt doch kein Abschluss, kann dies auch Ursachen in der Userbility Ihrer Seite haben. Hierzu können Sie auch Ihre Seite von Bekannten testen lassen. Holen Sie sich Meinungen ein, wie Sie Ihre Landingpage optimal auf den User abstimmen können. Mehr dazu lesen Sie unter: Usabilitycheck selbstgemacht
Zu guter Letzt: Aus Erfahrung wird man klug, gilt auch für Google AdWords. Geben Sie nicht auf und beschäftigen Sie sich mit dem Tool, dann klappt es auch mit Ihrer Kampagne.
Kai-Uwe Gutsch
(Follow Me – Der Social Media und Online Marketing Blog)
Google AdWords – Tipps für Ihre AdWords Kampagne – Teil 1
Verfasst von Kai-Uwe Gutsch unter Google, Online Marketing am 22. April 2012
Das Kernstück einer AdWords Kampagne sind wieder einmal die richtigen Keywords. Wie auch beim SEO müssen Sie für Ihre Anzeigen gut überlegen, welche Suchbegriffe Ihre Zielgruppe verwendet und unter welchen Begriffen, bzw. Keyword Kombinationen Ihre Anzeige letztendlich erscheinen soll. Sie können so Interessenten zu 100% ohne Streuverlust ansprechen. Nehmen wir ein Beispiel: Sie sind Malermeister und haben sich auf Stuck spezialisiert. Ihr Geschäft ist in Frankfurt und nachdem Sie ein kleiner Betrieb sind, arbeiten Sie nur in der näheren Umgebung. Wenn Sie jetzt für eine Anzeigenkampagne die Suchbegriffe „Stuckateur“ und „Frankfurt“ kombinieren, erscheint Ihre Anzeige genau dann, wenn ein User exakt diese Kombination in die Google Suchmaske eingibt. Sie treffen Ihn also in dem Augenblick, indem er zu 100% sich mit der Materie beschäftigt. Zudem passt auch genau die Region. Sollte ein Interessent in Hamburg einen Stuckateur suchen, wird Ihre Anzeige nicht veröffentlicht. Ein weiterer Vorteil der AdWords Anzeigen ist, dass Sie Akquise außerhalb Ihrer eigenen Datenbank betreiben. Sie machen User auf Ihr Angebot aufmerksam, die Sie noch nicht kannten und der Sie noch nicht kannte. Welche Keywords Sie letztendlich verwenden, entscheiden Sie selbst. Sie können problemlos mehrere Anzeigen laufen lassen, diese schnell verändern und anpassen und sind somit ungeheuer flexibel. Eine gute Hilfe liefert Ihnen dabei das in AdWords integrierte Keywordtool, mit dem Sie die Suchhäufigkeit der Begriffe herausfinden können und gleichzeitig Alternativen angezeigt bekommen, die mit dem von Ihnen ausgewählten Suchbegriff in Verbindung stehen. In AdWords werden Ihnen auch von Google selbst immer wieder Vorschläge für Ihre Keywords gemacht. Übernehmen Sie diese nicht blind, sondern überlegen Sie, ob Sie auch wirklich zu Ihrer Kampagne passen. Schließlich wollen Sie ja nicht die Kosten beliebig in die Höhe treiben. Hier möchte ich auch noch einmal auf das Keywordtool zurückkommen. Überprüfen Sie die Suchhäufigkeit Ihrer Keywords. Wenn niemand nach der Kombination sucht, die Sie sich überlegt haben, rentiert sich auch keine Kampagne auf diese Wörter abzustimmen. Suchen Sie stattdessen nach Alternativen und gängigeren Begriffen. Das heißt allerdings nicht, dass es für Sie nicht interessant sein kann, eine AdWords Anzeige für eine sehr spitze Zielgruppe zu schalten. Wenn die Kombination zu 100% zu Ihrem Angebot passt, können ja auch wenige Interessenten zu einem erfolgreichen Abschluss führen. Conversion ist die Handlung, die der User ausüben soll, wenn er nach dem Klick auf Ihrer Anzeige auf der Landingpage ist. Es gibt viele Möglichkeiten, was der Interessent tun soll. Es macht allerdings wenig Sinn, einfach nur die Besucherzahl erhöhen zu wollen. Schließlich kostet auch AdWords Geld und somit sollte ein Return On Investment mit Ihrer Anzeige erreicht werden. Was kann eine sinnvolle Conversion sein? In erster Linie wohl eine Bestellung. Aber auch das Abonnement eines Newsletters oder der Download eines Whitepapers kann das Ziel einer AdWords Kampagne sein. Auf diese Conversion hin sollte Ihre Landingpage auf ausgerichtet sein, aber dazu später noch mehr. AdWords bietet auch in dieser Frage eine geniale Lösung. Sie bestimmen die Zielgruppe, die Zielsprache und die Zielregion. Gleich nach der Eröffnung Ihres AdWords Kontos geben Sie die Zielsprache (z.B. Deutsch) ein. Selbstverständlich können Sie auch mehrere Sprachen hinzufügen. Mit der Definition Ihrer Zielregion legen Sie das Zielgebiet fest, in dem Ihre Anzeigen geschaltet werden. Liefern Sie nur innerhalb Deutschlands, so stellen Sie Deutschland ein. Wenn Sie im deutschsprachigen Raum Ihre Angebote vertreiben, fügen Sie beispielsweise noch Österreich und die Schweiz hinzu. Somit erscheint Ihre AdWords Kampagne auch auf google.at und google.ch. Die Zielregion wird Ihnen nach der Auswahl auch grafisch innerhalb einer Karte angezeigt. Nun kann es losgehen. Alle Vorarbeiten wurden erledigt. Die erste Anzeige soll gestaltet werden. Vier Zeilen haben Sie zur Verfügung, um den nötigen Eindruck auf den Interessenten zu hinterlassen, dass er auf Ihre Anzeige klickt. In maximal 25 Zeichen steht der Anzeigentitel, die Überschrift. Wenn Sie viele Großbuchstaben verwenden, kann sich diese Anzahl auch verringern. In zwei Zeilen á 35 Zeichen stehen die Textzeilen Ihrer Anzeige. In der letzten Zeile findet sich die Anzeigen-URL, die den User zu Ihrer Landingpage führt. Hier haben Sie auch die Möglichkeit die eigentliche URL zu kürzen und für den User leichter lesbar zu gestalten. Die exakte Ziel URL ist also für den User selbst nicht sichtbar und wird lediglich in Ihrem AdWords Konto hinterlegt. Nun aber zur entscheidenden Frage: Wie schaffe ich es, den User zu überzeugen, auf meine Anzeige zu klicken? Marketing Guru Bryan Eisenberg hat die Lösung in dem Begriff „Conversion Trinity“ zusammengefasst. Was Sie für Ihre Anzeige benötigen ist „Relevance“, „Value“ und einen „Call to action“. Ganz schön viel für drei Zeilen Text? Mit der richtigen Technik schaffen Sie das! Zum Thema Relevanz stellen Sie sich am besten die Frage: Ist mein Angebot richtig auf die Suche und damit die Bedürfnisse des Users abgestimmt? Diesen Punkt packen Sie am besten gleich in die Headline und formulieren dort eine Lösung, bzw. das Problem, das den User beschäftigt. Der Value oder der Mehrwert Ihrer Anzeige muss sich in der Frage beantworten lassen: Erkennt der User den Nutzen meines Angebots? Welchen Vorteil hat er davon? Der Call to action, also der Handlungsanreiz, soll den Leser zu einer Handlung führen, die er nach dem Lesen des Mehrwerts ausführen soll. Nachdem ich ja bereits in meinem vorherigen Artikel Werbung für sein AdWords Buch gemacht habe, wird mir Alexander Beck sicherlich nicht übel nehmen, wenn ich als Beispiel für eine gute AdWords Anzeige seinen Text zeige: Erfolgreich mit AdWords Hier haben Sie alle Bereiche der Conversion Trinity abgedeckt. Denken Sie daran: Der User verweilt nur wenige Sekunden auf den Suchergebnissen. Wenn Sie es nicht schaffen, auf den ersten Blick zu überzeugen, haben Sie ihn verloren! So, jetzt habe ich die ersten fünf Tipps abgearbeitet. Machen wir für heute Schluss. Sie wollen ja schließlich kein Buch lesen, sondern sind auf einem Blog. Kai-Uwe Gutsch
Welche Keywords wollen Sie abdecken?
Welche Keywords wollen Sie nicht abdecken?
Welche Conversion soll ausgelöst werden?
Welche Regionen wollen Sie ansprechen?
Wie gestalte ich meine Anzeige?
Kosten senken, Besucher steigern;
Werden Sie ein AdWords-Profi
(Follow Me – Der Social Media und Online Marketing Blog)
Erfolgreich Werben mit Google AdWords
Verfasst von Kai-Uwe Gutsch unter Google, Online Marketing am 15. April 2012
Die Zielgruppe zu 100% mit seiner Kampagne zu treffen. Träumt davon nicht jeder Werber? Was wie eine Illusion klingt, lässt sich inzwischen mit Anzeigenwerbung bei Google, aber auch bei Facebook & Co. realisieren.
Heute möchte ich mein Augenmerk auf Google AdWords richten, die kleinen Textanzeigen, die Sie bei jeder Suche auf der rechten Seite und über den regulären Suchergebnissen finden.
Das Beste zu Beginn: Immer noch nehmen fast 50% der Google User diese Anzeigen nicht als Werbung war, sondern denken, es handelt sich um Treffer ihrer Suche.
Google Marktanteil in Deutschland bei 96%
Google ist das Maß der Dinge. Denken Sie am besten an sich selbst: Wie häufig beginnt ein Besuch im Internet mit einer Google Suche? Laut einem aktuellen Fokus Artikel hat Google seinen Marktanteil in Deutschland inzwischen auf 96% ausgebaut. Im Januar 2012 haben 47,6 Millionen Menschen in Deutschland die Google Suchseite genutzt.
Sie sehen, Sie erreichen hier wirklich jeden. Durch die exakte Zielgruppendefinition von einer AdWords Kampagne sind Sie zudem in der Lage, Ihre Anzeige so zu spezifizieren, dass Sie auch keinen Streuverlust haben, sondern wirklich „nur“ Ihren Interessenten die Anzeige gezeigt wird – aber dazu später.
Die Google AdWords Anzeige
Was verbirgt sich hinter einer Google AdWords Anzeige? Im Wesentlichen vier sichtbare Zeilen und eine unsichtbare URL. In der ersten Zeile haben Sie die Überschrift, die maximal 25 Zeichen lang sein darf. Dann stehen Ihnen noch zwei Zeilen mit jeweils 35 Zeichen für den Inhalt Ihrer Werbung zur Verfügung und in der letzten sichtbaren Zeile erscheint die Ziel URL, auf der Sie dem User nähere Informationen zu Ihrem Angebot bieten. Diese URL können Sie in gekürzter Form angeben, die Zuordnung zur Original-Web-Adresse definieren Sie in Ihrem AdWords Konto.
Das Google AdWords Konto
Ein solches Konto ist schnell erstellt. Rufen Sie die Adwords Startseite auf, klicken Sie auf „Jetzt starten“ und geben Sie eine E-Mail Adresse an. Nach der Auswahl eines Passwortes sowie der Wahl der Zeitzone und der Währung können Sie bereits Ihre erste Kampagne erstellen. Hilfe finden Sie auf der Google AdWords Support Seite.
Alle Einzelheiten des Kontos zu erläutern würde hier zu weit führen. Die Bedienung ist allerdings sehr userfreundlich. Für detaillierte Informationen empfehle ich Ihnen das Buch „Google AdWords“ von Alexander Beck und seinen Blog.
Tipps für Ihre Google AdWords Kampagne
Einige Dinge sollten Sie bei Ihren Anzeigen auf jeden Fall beachten. Die Top 10 habe ich nachfolgend einmal zusammengestellt:
1. Welche Keywords wollen Sie abdecken?
2. Welche Keywords wollen Sie nicht abdecken?
3. Welche Conversion soll ausgelöst werden?
4. Welche Regionen wollen Sie ansprechen?
5. Wie gestalte ich meine Anzeige?
6. Welche Anzeige ist die erfolgreichste?
7. Welches Budget benötige ich?
8. Wie gestalte ich die Landingpage?
9. Wie messe ich den Erfolg?
10. Wie kann ich meine Kampagnen optimieren?
Auf die Einzelheiten dieser Top 10 werde ich in meinem nächsten Artikel genau eingehen. AdWords ist ein Thema, das einfach zu viele interessante Aspekte birgt und sich nicht in einem Post behandeln lässt.
Kai-Uwe Gutsch
(Follow Me – Der Social Media und Online Marketing Blog)
Usabilitycheck selbstgemacht – schnell, günstig und trotzdem sehr effizient
Verfasst von Kai-Uwe Gutsch unter Online Marketing am 11. April 2012
In den letzten Artikeln haben wir immer wieder beschrieben wie wichtig eine gute Usability für den Erfolg und die KPI´s einer Website sind. Nach wie vor bringt die Erhöhung der Usability ein enormes Wachstumspotential mit sich. Vielleicht denken Sie jetzt an Ihre eigene Website oder Webshop und wie notwendig es wäre auch hier die Usability zu verbessern? Vielleicht möchten Sie aber genau an dieser Stelle aus dem Artikel aussteigen, weil Sie gedanklich an ein Forschungsinstitut und die damit verbundenen Kosten denken. Ich kann Ihnen sagen: Tun Sie es nicht, denn im Folgenden wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie mit eigenen, einfachen Mitteln sehr effizient die Usability Ihrer Website testen und verbessern können.
Ihr eigenes Usability-Labor
Da Sie nicht alles selber testen können, macht es Sinn, Ihre Website und deren Funktionen durch fremde Personen testen zu lassen. Dabei müssen Sie nicht hunderte Personen befragen – in der Regel reichen schon sieben Personen um umfangreiche Erkenntnisse zu erlangen. Bei den ersten beiden Personen werden Sie sehr viel erfahren, aber schon beim Dritten und den weiteren Personen werden sich erfahrungsgemäß die Erkenntnisse wiederholen.
Vorbereitung des Tests
Zur Vorbereitung benötigen Sie:
• Einen Computer mit Tastatur, Maus und Internetanschluss
• 2 Bildschirme
• Eine Videokamera mit Stativ
• Testfragen
Stellen Sie die Videokamera so auf, dass Sie die Testperson von vorne Filmen. Das ist sinnvoll, da Sie aus der Mimik des Probanden einiges wichtiges ablesen können. Den zweiten Bildschirm schließen Sie ebenfalls an den Computer an und drehen ihn so, dass der Inhalt ebenfalls von der Videokamera aufgenommen werden kann – schließlich wollen Sie ja sehen, welche Wege die Probanden mit der Maus einschlagen und wo sie versuchen die Antworten auf Ihre Fragen zu finden.
Auch wenn diese Vorgehensweise nicht „repräsentativ“ ist und Sie vielleicht nicht 100% der Fehler finden werden, so können Sie auf diese Art und Weise doch schnell die gröbsten Fehler Ihrer Website herausfinden. Und ich gehe davon aus, dass Sie auch nicht unbedingt eine fünfstellige Summe für ein Forschungslabor ausgeben möchten?
Testfragen
Um den Probanden die erste Hemmung zu nehmen, beginnen Sie mit Fragen zu den beliebtesten oder am häufigsten besuchten Webseiten – vielleicht erfahren Sie so noch so einiges Wissenswertes. Im Folgenden lassen Sie die Testpersonen einige normale Aufgaben auf Ihrer Website lösen. Welche das sind, können nur Sie selber festlegen. Anbei möchten wir Ihnen aber ein paar Beispiele und Anregungen geben:
1. Startseite: Lassen Sie sich erklären worum es in Ihrer Website geht. Was bietet die Website?
2. Sind die Kontaktdaten gut zu finden und erreichbar?
3. Lassen Sie nun einen einfachen Artikel finden und kaufen
4. Lassen Sie mehrere Artikel in den Warenkorb legen und wieder entfernen.
5. Wo ist der Newsletter anzumelden und abzumelden?
6. Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es?
7. Gibt es ein Rückgaberecht?
8. Versandkosten?
9. Geben Sie dem Probanden einen Link der ihn irgendwo in die Website bringt und fragen Sie wo er glaubt sich gerade zu befinden.
10. Ist die Bedienung einfach? Macht die Bedienung Spaß?
Frank Hasenöhrl
(Follow Me – Der Social Media und Online Marketing Blog)
Mit SEM (Social Media Optimization) sein SEO (Search Engine Optimization) verbessern
Verfasst von Kai-Uwe Gutsch unter Online Marketing, SEO, Social Media Marketing am 26. März 2012
Klar, die Möglichkeiten eines Blogs haben bereits viele Unternehmen entdeckt, um Inhalte perfekt in Google zu platzieren. Aber auch Facebook, Twitter, YouTube & Co sind mit der richtigen Social Media Optimierung (SEM) durchaus in der Lage, für ein gutes Ranking zu sorgen. Dabei können Social Media Beträge zwar keine qualifizierten Backlinks ersetzen, sie können aber sehr wohl Traffic generieren und somit für ein verbessertes Suchmaschinenergebnis sorgen.
Traffic Generierung durch den richtigen Content
Für den richtigen Traffic benötigt man den richtigen Content. Und der muss letztendlich an der richtigen Stelle stehen, sprich dort, wo ihn der User erwartet. Der erste Schritt ist also, definieren Sie Ihre Zielgruppe und schauen Sie, wo sie sich befindet. Foren, Communities, soziale Netzwerke, es gibt kein Thema was im Internet nicht zu finden ist. Somit ist auch Ihre Zielgruppe garantiert vorhanden. Sie müssen nur richtig suchen.
Haben Sie Ihre Zielgruppe gefunden und den Inhalt generiert, geht es doch wieder um das Thema Backlinks. Wer sind die Meinungsführer in dem für Sie interessanten Thema? Besteht die Möglichkeit, Ihren Artikel durch einen Kommentar mit den Inhalten der Meinungsführer zu verlinken? Können Sie den Artikel des Meinungsführers in Ihren eigenen Inhalt integrieren? Versuchen Sie einen Meinungsaustausch zu generieren. Das hilft Ihnen nicht nur Traffic umzuleiten, sondern auch mit den für Sie relevanten Personen ins Gespräch zu kommen.
Beziehungsaufbau im Social Media Umfeld
Wenn Sie mit den Meinungsführern ins Gespräch gekommen sind und sich das Vertrauen erarbeitet haben, können Sie eine strategische Zusammenarbeit ins Auge fassen. Schreiben Sie einen Gastbeitrag in für Sie relevanten Blogs und Foren oder fragen Sie nach, ob interessante Personen einen Artikel für Ihren Blog schreiben. Über solche Empfehlungsmarketing Aktionen verbreiten Sie Ihre Inhalte und vergrößern so Ihre Zielgruppe.
Wichtig ist allerdings, hier keinen dublicate Content zu erzeugen. Ihre Gastbeiträge sowie der Content, den Sie von Gastautoren auf Ihrem Blog veröffentlichen, müssen einzigartig sein und auch Ihre Kommentare sollten nicht durch „copy – paste“ Inhalt aus den eigenen Artikeln entstehen. Dublicate Content wird von Google erkannt und abgestraft.
Backlinks durch Social Bookmark Dienste
Eine weitere Möglichkeit Backlinks zu generieren sind Social Bookmark Dienste wie Mr. Wong oder Delicious. Hier haben Sie die Möglichkeit, einzelne Artikel mit den richtigen Stichworten zu versehen und sie somit Interessenten besser und leichter zugängig zu machen.
Doch nicht nur über Social Bookmark Dienste lassen sich Backlinks generieren. Auch durch Shares für Facebook, Twitter, etc. haben Sie dazu die Möglichkeit. Integrieren Sie also die wichtigsten Social Media Dienste auf Ihrer eigenen Webseite, möglichst zu jedem Beitrag.
Profitieren Sie vom Facebook Ranking
Facebook und Twitter haben eine hohe Relevanz bei Google. Mit dem richtigen Nutzernamen, bzw. einer aussagekräftigen Facebook Fanpage, haben Sie gute Chancen auf die obersten Plätze in den Suchergebnissen.
Sie sehen, SEO und SEM gehen Hand in Hand und ergänzen sich hervorragend. Mit der richtigen Mischung bringen Sie Ihren Content bei Google in erfolgreiche Gefilde.
Kai-Uwe Gutsch
(Follow Me – Der Social Media und Online Marketing Blog)
Harter Weg, rosige Zeiten – Wettbewerbsvorteile durch die richtige Shop-Optimierung
Verfasst von Kai-Uwe Gutsch unter E-Commerce, Handelsmarketing, Online Marketing am 20. März 2012
Bereits in diesem Jahr soll der europäische Onlinehandel die magische 20-Prozent-Hürde knacken und damit gut ein Fünftel des gesamten Einzelhandels ausmachen. Eine erfreuliche Entwicklung vor allem für Webshopbetreiber. Doch neue Entwicklungen bringen auch immer Herausforderungen mit sich. Hier ein paar Tipps, wie sie durch Shop-Optimierung Wettbewerbsvorteile erlangen.
Gerade als Betreiber eines Onlineshops ist es wichtig, sich nicht zu verzetteln und sich auf die eigene Kernkompetenz zu konzentrieren: Händler sein. Das bedeutet attraktive Produkte anzubieten und für ein positives Einkaufserlebnis sorgen. Dann klappt es auch mit den Kunden, die vor allem ein konsequent auf ihre Bedürfnisse ausgerichteten Onlineshop schätzen.
Langfristig können sich Onlineshops nur halten, wenn Sie technisch gut aufgestellt sind. Das heißt, dass alle technischen Prozesse optimal laufen und das Design und die Benutzeroberfläche auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt sind. Das Internet ist ein schnelles Medium. Findet der Kunde im Onlineshop nicht schnell und ohne Umschweife was er sucht, ist er mit einem Klick weg.
Oft bleibt die Frage offen, wo genau die Optimierung angesetzt werden soll: beim Sortiment, der Gestaltung oder der Navigation? Fakt ist, dass eine aussagekräftige Analyse nur durch umfangreiche Usability-Tests durchgeführt werden kann und das nicht nur einmalig. Die Anpassung des Onlineshops an Kundenbedürfnisse ist ein fortlaufender Prozess.
Ziele definieren
Bevor ein Händler Optimierungsmaßnahmen ergreift, sollte er sich über seine Ziele im Klaren sein. Zwar läuft letztlich alles auf das Ziel „Ertragsmaximierung“ raus, doch die Frage ist, wie das Ziel zu erreichen ist. Mögliche Zwischenziele kann die Konversionsrate sein, aber auch die Erhöhung der Katalogbestellung oder die Einrichtung eines Kundenkontos.
Prinzipiell lässt sich sagen, wer viel Traffic auf der eigenen Website hat, hat gute Chancen auch die Konversionsrate und damit den Gewinn zu erhöhen. Ein Shop mit viel Traffic, also zahlreichen Besuchern, kann durch Webshopoptimierung aus dem großen Pool von Interessenten auch verhältnismäßig viele neue Kunden gewinnen. Eine gute Methode um die richtigen Optimierungsschritte einzuleiten ist die AMAT-Methode – sie beschreibt einen Regelkreis aus akquirieren, messen, analysieren und testen – ist eine effektive Herangehensweise, den Erfolg eines Onlineshops kontinuierlich zu steigern.
Grundsätzlich helfen bei der Auswertung Webanalyse-Tools wie z.B. Google Analytics. Hier können zahlreiche Analysen durchgeführt werden: Berührungspunkte der Kunden mit der Website, Trichterfunktionen, Seitenzuläufe, Ausstiegsseiten, Landingpageberichte, Topseiten etc.
Insgesamt lässt jedoch sagen, dass Webshops heute einen sehr hohen Optimierungsgrad aufweisen müssen. Das betrifft nicht nur das klassische Handelsangebot sondern auch die Konkurrenzanalyse sowie technische Optimierung des Shops. Welche Maßnahmen berücksichtigt werden sollten, finden Sie auch in unserem Beitrag „die 12 Gebote des Onlineshops“.
A/B-Tests
Sind nun Sortiment, technische Anforderungen und Usability optimiert, geht es an das Website-Testing. Hier wird zwischen A/B-Tests und Multivariaten-Tests unterschieden. Im Rahmen sämtlicher Untersuchungsmethoden präsentieren Shopbetreiber ihren Besuchern mehrere Website-Alternativen, aus denen die Testnutzer ihren persönlichen Favoriten auswählen können. Beim A/B- oder Split-Test werden zwei oder mehr Versionen eines Webshops erstellt und von einer jeweils gleich großen Menge an Nutzern besucht. Es „gewinnt“ die Website mit der höchsten Konversionsrate.
Auf diese Weise lassen sich Mängel in der Benutzerfreundlichkeit identifizieren und ausmerzen. Die Liste der der Elemente, die zu testen sich lohnt, ist lang: Landingpages, einzelne Elemente einer Website wie Überschriften, Bilder, Grafiken oder auch „Call-to-Action“ Elemente wie Buttons und Eingabemasken, Werbemittel wie Banner oder Teaser, E-Mails und natürlich das Grundlayout.
Generell sollten sich die Aufwendungen für die Optimierungen nach einem Jahr amortisiert haben. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf diesem Blog.
Frank Hasenöhrl
(Follow Me – Der Social Media und Online Marketing Blog)
Die 10 Social Media Gebote – oder wie Sie Social Media erfolgreich in Ihrem Unternehmen integrieren (Teil 2)
Verfasst von Kai-Uwe Gutsch unter Social Media Marketing am 15. März 2012
Und schon geht es weiter mit den 10 Social Media Geboten. Haben Sie Teil 1 verpasst? Hier finden Sie alle Informationen zu den ersten Richtlinien.
Viertes Gebot: Social Media Guideline erstellen
Grundlage Ihrer Social Media Aktivitäten sollte immer eine Guideline sein. Hier definieren Sie das Verhalten Ihrer Mitarbeiter sowohl im privaten Umgang mit sozialen Netzwerken als auch wenn sie im Auftrag Ihres Unternehmens in den unterschiedlichen Accounts aktiv sind.
Neben dem Verhalten der Mitarbeiter sollten aber auch Fragen nach der privaten Nutzung von Facebook & Co. erörtert werden, wann und wie häufig auf den eigenen Accounts gepostet wird und letztendlich, welche Themen veröffentlicht werden dürfen.
Alle wichtigen Punkte, die noch in eine Social Media Guideline gehören und viele praktische Beispiele finden Sie in dem Artikel „10 Fragen für Ihre Social Media Guideline“.
Fünftes Gebot: Social Media Team gründen
Social Media sollte in größeren Unternehmen nie eine One-Man-Show sein. Gründen Sie ein Team aus unterschiedlichen Abteilungen und auch mit einer unterschiedlichen Altersstruktur. So erhöhen Sie die Reichweite Ihres Contents und können diverse Zielgruppen abdecken.
Schulung ist hier auch noch ein wichtiges Stichwort. Das Team muss vertraut sein, mit den sozialen Netzwerken in denen gearbeitet wird und letztendlich auch mit Krisensituationen umgehen können.
Und nicht vergessen: Beziehen Sie Ihre IT Abteilung in Ihre Social Media Aktivitäten mit ein. Hier gilt es, den Sicherheitsaspekt zu gewährleisten. Häufig herrschen auch gegen die allgemeine Zugänglichkeit von sozialen Netzwerken diverse Bedenken, die Sie im Vorfeld ausräumen müssen.
Ein weiterer wichtiger Bereich, den Sie in Ihr Team integrieren sollten ist HR. Employer Branding ist ein Thema, das nicht nur in Xing und LinkedIn sondern auch in Facebook immer stärker im Vordergrund steht.
Näheres über Employer Branding lesen Sie:
- War of Talents
- Erfolgreiches Social Media Recruiting
- Recruitingmöglichkeiten bei Xing
Sechstes und siebtes Gebot: Redaktionsplan erstellen / Integration von Social Media in den Marketingplan
Die beiden Gebote fasse ich hier einmal zusammen, denn es macht durchaus Sinn nicht nur den Social Media Redaktionsplan in Ihren Marketingplan zu integrieren, sondern auch Schwerpunkte aus dem Marketingplan durch Social Media Aktionen zu unterstützen.
Social Media ist keine Standalone-Lösung. Die größten Erfolge werden Sie erzielen, wenn Sie Online- und Offline-Marketingaktionen verknüpfen und Social Media als unterstützende Maßnahme einsetzen. Richten Sie doch einfach Ihre Social Media Aktivitäten nach Ihrem bestehenden Marketingplan. Sie haben z.B. im Frühjahr und Herbst drei Messen, planen eine Direktmarketingaktion in der Vorweihnachtszeit und ein großes Sommerfest für Ihre Kunden, dann unterstützen und promoten Sie diese Projekte gezielt in Ihren Social Media Accounts.
Aber auch für den Content Bereich müssen Sie einen Redaktionsplan in petto haben. Wann schreibe ich was in welchem Account, sollte soweit dies möglich ist, bereits im Vorfeld definiert sein. So haben Sie auch die Möglichkeit vorzuarbeiten und vielleicht für Ihren Unternehmensblog den einen oder anderen Artikel auf Halde zu haben. Auch wenn der Begriff inzwischen überall zu lesen ist und damit bereits seine Attraktivität verloren hat: „Content is King!“ Und gut Ding will Weile haben, sprich, ein guter Artikel entsteht eben mal nicht einfach so zwischendurch. Die richtige Planung kann hier eine wesentliche Erleichterung darstellen.
Achtes Gebot: Accounts einrichten
Alle Vorarbeiten sind erledigt? Jetzt kann es los gehen. Zumindest mit dem Einrichten der Accounts. Denn auch dieser Punkt braucht seine Zeit. Der User sollte auf allen Ihrer Social Media Plattformen immer sofort wissen, dass er sich bei Ihnen befindet. Also achten Sie bei der Gestaltung auf Ihr Corporate Identity. Hier gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten. Während Sie auf YouTube oder Twitter lediglich einen Hintergrund und ein Bilder integrieren können, bietet Facebook und Google + hier schon mehr Gestaltungsfreiheiten. Aber denken Sie neben dem Layout auch an eine ordentliche Verlinkung. Sprich, wo geht es zur Webseite, wo kann der Kunde bestellen, auf welchen Social Media Plattformen sind Sie sonst noch vertreten. Diese Social Bookmarks sollten sich auch nicht nur auf Ihren Social Media Accounts befinden, sondern Sie müssen auch auf Ihrer Webseite integriert sein.
Neuntes Gebot: Aktionen durchführen / Content einpflegen
Jetzt ist es aber wirklich soweit. Sie dürfen loslegen. Mit einer Agentur oder eigenständig sind die ersten Aktionen geplant und schon kann es losgehen. Und denken Sie immer daran, nur wenn Ihre Aktion dem User einen Mehrwert beschert, wird er den Inhalt weitererzählen, mit Ihnen in Kontakt treten, eben die Aktion ausführen, die Sie erwarten.
Zum Thema Content heißt das, erzählen Sie Geschichten. Menschen lieben es Geschichten zu hören und Sie lieben es diese weiterzuerzählen. Wenn Sie es nicht schaffen, den Leser zu fesseln, werden Sie einfach ignoriert und Ihre Aktion verläuft im Nichts. Erst wenn Sie Emotionen wecken, schaffen Sie es auch im Gedächtnis Ihrer Zielgruppe zu bleiben. Und noch ein Tipp: Bleiben Sie in Ihrem Stil immer persönlich, authentisch und ehrlich.
Zehntes Gebot: Social Media Monitoring
Schon sind wir beim zehnten und letzten Gebot angekommen. Social Media Monitoring. Das hatten wir doch schon als erstes Gebot, werden Sie jetzt sagen. Ja, das stimmt, aber die Grundlage, die Sie mit dem ersten Social Media Monitoring gelegt haben, kann jetzt bereits auf Ihre konkreten Aktionen ausgeweitet werden. Überprüfen Sie, wie Ihre Aktionen angenommen wurden. Haben Sie Ihre Ziele erreicht? Wie viele Fans haben Sie gewonnen? Wie viele Reaktionen gab es? Wo wurde überall über Ihre Aktion gesprochen? Welche Meinungsführer kristallisieren sich heraus? Wie war die Tonalität, über die über Ihre Geschichte gesprochen wurde? Das sind nur einige Fragen, die Sie anhand eines erneuten Monitoring beantworten können.
Aus diesen Zahlen und Fakten heißt es letztendlich die richtigen Schlüsse zu ziehen. Social Media ist ein Kreislauf: Wie kann ich aus meinen Fehlern lernen und was habe ich gut gemacht und kann es belassen. Die Fakten, die Sie aus dem Monitoring gewinnen heißt es nun in die weiteren Social Media Aktionen zu integrieren.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei Social Media!
Kai-Uwe Gutsch
(Follow Me – Der Social Media und Online Marketing Blog)
Die 10 Social Media Gebote – oder wie Sie Social Media erfolgreich in Ihrem Unternehmen integrieren (Teil 1)
Verfasst von Kai-Uwe Gutsch unter Social Media Marketing am 4. März 2012
Social Media ist in! Sie auch?
Das Thema Social Media ist zur Zeit ja wirklich in aller Munde. Da machen wir mit, weil es in ist, scheint die Meinung vieler Marketingverantwortlicher zu sein. Wenn man sich manche Social Media Profile dann allerdings einmal näher betrachtet, stellt sich schnell heraus, das nach der ersten Begeisterung die Aktivitäten schnell gegen Null laufen. Mit solcher Einstellung ist das Projekt bereits vor der Realisierung gescheitert, denn Social Media ist weder ein Wundermittel noch ein Erfolgsgarant, sondern bedarf einer langfristigen Strategie.
Social Media – ein Teufelswerk?
Das machen wir auf keinen Fall. Die Gefahren sind einfach zu groß! Diese zweite extreme Meinung finden wir ebenfalls häufig vor. Man schlägt sofort zwei Kreuzzeichen, wenn das ketzerische Wort Social Media auch nur genannt wird. Scheinbar ist dieser Teil der Unternehmen froh, wenn sie nicht wissen, was über sie gesprochen wird. Aber diese Einstellung kann auch ganz schnell nach hinten losgehen, denn so haben Sie den Anschluss an den Wettbewerb schnell verpasst. Oder noch schlimmer, es entwickelt sich ein „Shitstorm“ aus negativen Beiträgen und sie haben keine Chance mehr rechtzeitig zu reagieren.
Das Erfolgsrezept: Die 10 Social Media Gebote!
Dabei ist es gar nicht so schwer, erfolgreich Social Media in sein Marketingkonzept zu integrieren. Die richtige Vorbereitung ist dabei bereits die halbe Miete.
1. Social Media Monitoring
2. Ziele definieren
3. Strategie entwerfen
4. Social Media Guideline erstellen
5. Social Media Team gründen
6. Redaktionsplan erstellen
7. Integration von Social Media in den Marketingplan
8. Accounts einrichten
9. Aktionen durchführen / Content einpflegen
10. Social Media Monitoring
Erstes Gebot: Social Media Monitoring
Bevor Sie mit eigenen Aktivitäten starten, sollten Sie zunächst analysieren, was bereits über Sie und Ihre Produkte im Web gesprochen wird. Dieses Thema habe ich ja bereits in dem Artikel Social Media Monitoring ausführlich behandelt.
Also: Identifizieren Sie die aktivsten Kanäle und die Themen, in denen und über Ihr Unternehmen und Ihre Produkte gesprochen wird. Schätzen Sie zudem die Tonalität und Akzeptanzquote der Beiträge ein. Wird positiv über Sie gesprochen, oder gibt es Gründe an Ihrer Reputation zu arbeiten? Welche Kontakte interagieren am häufigsten mit Ihnen? Gibt es Meinungsmacher, die Sie als Markenbotschafter einsetzen können? Wo befindet sich Ihre Zielgruppe? Es gibt viele interessante Punkte, die Sie aus einem guten Monitoring entnehmen können.
Zweites Gebot: Ziele definieren
Aufgrund der Monitoring Ergebnisse sind Sie letztendlich in der Lage die eigenen Ziele zu definieren. Allgemein betrachtet können Sie u.a. folgende Ziele verfolgen:
Kurzfristig:
- Sofortige Präsenz bestimmter Aktionen
- Optimale Voraussetzungen für eine hervorragende Suchmaschinenplatzierung
- Krisenkommunikation: Reaktion auf negative Berichte und Gerüchte
Langfristig:
- Steigerung des Markenbekanntheitsgrades (Brand Awareness)
- Aufbau und Pflege eines positiven Markenimage (Reputation Management)
- Etablierung als Meinungsführer und Experte
- Stärkung der persönlichen Kundenbindung
- Marktforschung: Kundenwünsche und –bedarf
- Weiter- und Neuentwicklung von Produkten
- Besucherzahlen auf der eigenen Webseite erhöhen (Traffic Generierung)
- Kundenakquise (Lead Generierung)
- Gewinnung neuer Mitarbeiter
Weitere Informationen unter: 10 Ziele einer Social Media Kampagne
Drittes Gebot: Strategie entwerfen
Aufgrund der Monitoring Daten und der definierten Ziele gilt es jetzt eine Strategie zu entwickeln. Wie kann ich meine Ziele erreichen, wo sitzt meine Zielgruppe, die ich ansprechen will und wie kann ich diese Ziele mit meinen Ressourcen vereinbaren? Im Wesentlichen geht es jetzt darum vorhandene Daten auszuwerten und die Grundlagen für Ihre Social Media Aktivitäten zu schaffen. Die Gebote 4 – 9 sind also ebenfalls fester Bestandteil der Strategie sein. Aber dazu später mehr.
Zum Thema Ressourcen bleibt noch zu sagen: überlegen Sie sich, was Sie selbst machen können, wo Sie externe Unterstützung benötigen und ob auch die nötigen Budgets dafür eingeplant sind. Aus dem benötigtem externen Know-how und einem knappen Budget das Beste zu machen, zeichnet letztendlich einen guten Strategen aus.
Was steht im Vordergrund meiner Social Media Aktivitäten, ist ein weiterer Punkt, der im Rahmen der Strategie behandelt werden muss. Haben Sie bestimmte Plattformen / soziale Netzwerke, die Sie bedienen wollen? Steht der Content und damit das Thema SEO und Expertenbildung im Zentrum Ihrer Strategie? Welche Unternehmensbereiche sollen durch Ihre Aktivitäten gestärkt werden? HR und Employer Branding, der Vertrieb? Wollen Sie im Bereich Community Building aktiv werden? Wie nehmen Sie Ihre Mitarbeiter und die Kommunikationsstruktur, die es bisher in Ihrem Unternehmen gab mit in Boot? Ein Punkt, der vor Beginn Ihrer Aktivitäten ganz klar im Fokus stehen muss.
Anhand Ihrer Strategie müssen Sie letztendlich in der Lage sein, die weiteren Schritte Ihrer Aktivitäten durchzuführen.
Die nächsten Gebote folgen dann in Teil 2 unseres Social Media Erfolgsrezeptes.
Kai-Uwe Gutsch
(Follow Me – Der Social Media und Online Marketing Blog)








