Schon von Hummingbird gehört?


In der SEO Szene wurden in den letzten Wochen bei Nennung dieses Namens wahre Schweißausbrüche produziert. „Hummingbird“ oder auf Deutsch „Kolibri“, heißt das neue Google Update, auf das seit Wochen mit großer Spannung gewartet wurde.

Bei Hummingbird handelt es sich aber nicht um Vergleichbares mit Pinguine oder Panda. Webseitenbetreiber werden nicht vom einen Tag auf den anderen aufwachen und sich im Ranking unter ferner Liefen finden. Diesmal geht es Google um das bessere Verstehen von Webseiten – ein sogenanntes Semantik Update also.

Obwohl SEO auf den ersten Blick nicht direkt betroffen ist, sollte man als Online Marketer ein wachsames Auge auf den Kolibri werfen.

Google Hummingbird Update – was steckt dahinter?

Pünktlich zum 15 jährigen Bestehen der Google Suche greift seit Anfang September Hummingbird und betrifft bereits rund 90% aller weltweiten Google Suchanfragen. Hinter diesem größten Algorithmus Update seit 2001, steht die Absicht, den User besser zu verstehen. Die Frage nach der Intention jeder einzelnen Suche soll besser beantwortet werden können.

Auch in Hinsicht auf die deutlich gestiegenen Suchanfragen über Smartphones wird sich der Kolibri positiv auf die Suchergebnisse auswirken, da gesprochene Suchanfragen besser interpretiert werden und somit relevantere Ergebnisse ausgegeben werden können. Laut Google präzise und schnell wie ein Kolibri, kann sich der neue Algorithmus nun besser auf die Bedeutung der gesprochenen Frage konzentrieren.

Google Hummingbird Update – SEO Auswirkungen

Im Prinzip wird Googles konsequenter Weg in Richtung guter Content nur fortgesetzt. Die Inhalte werden jetzt ja von den Google Robotern besser verstanden, das heißt die Inhalte gewinnen weiter an Bedeutung.

Die semantische Suche wird auch den langfristigen Abschied von der klassischen Keywordoptimierung zur Folge haben. Zukünftig werden von Google auch Anfragen verstanden, die die wichtigsten Keywords gar nicht mehr unbedingt enthalten müssen. Der erste Schritt in diese Richtung wird auch bereits in Google Analytics sichtbar. Hier werden dem Webmaster in immer weniger Fällen die Suchbegriffe angegeben, mit denen der User auf die eigene Webseite gelangt ist.

Google Hummingbird Update – die Strategie für Ihre Webseite

Die mobile Suche wird von Google verstärkt ins Zentrum gesetzt. Wenn Sie mit Ihrem Smartphone ein bestimmtes Produkt suchen, werden Sie automatisch Empfehlungen aus Ihrer unmittelbaren Umgebung erhalten. Das hat zur Folge, dass Sie als Webseitenbetreiber klar den regionalen Focus mit in Ihre Online Strategie einfließen lassen sollten. Detaillierte Tipps für lokales Suchmaschinenmarketing finden Sie in nachfolgenden Artikeln:

So setzen Sie lokale Search-Ranking-Faktoren am besten ein

schema.org – Warum Sie diese neuen Meta Daten integrieren sollten

Zum Thema Inhalt noch eine weitere Überlegung: Wenn Google besser die Bedeutung der Anfragen versteht, heißt das, das auch themenbezogene Schlagworte nun von Google eingeordnet werden können. Synonyme, die man bisher eher vermieden hat, können nun verstärkt in der Keywordstrategie berücksichtigt werden. Tipps bietet Ihnen hier Analytics mit seinen Keyword Alternativen oder ein Blick in die Webmastertools, mit welchen Suchbegriffen die User auf Ihre Seite gelangen. Hier werden die Keywords nämlich, im Gegensatz zu Analytics, weiter angezeigt.

Mit Hummingbird wird es für Unternehmen zudem immer wichtiger eine starke Marke zu werden. Marken tauchen in den Suchen automatisch in Toppositionen auf. Ihre Marke sollte zudem im Zusammenhang mit Ihrer Konkurrenz auf anderen Webseiten erwähnt werden. Solche Co-Citations zeigen Google auf, das diese Marken thematisch verwandt sind. Bemühen Sie sich also, in solche Übersichtslisten mit aufgenommen zu werden und werfen Sie auch einmal einen Blick auf die Backlinkprofile Ihrer Mitbewerber.

Google Hummingbird Update – das Fazit

Hummingbird bietet zwar keine direkten Rankingabstürze, es ist aber dennoch ein Meilenstein der Google Updates. Zukünftig muss derjenige, der gefunden werden will, weitaus mehr bieten, als eine Keywordoptimierung. Unternehmen müssen verstärkt nutzenorientiert denken und dies in ihre SEO Arbeit einfließen lassen. Und dies ist durchaus eine gute Nachricht, gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen. Nicht mehr der dicke SEO Geldbeutel entscheidet über das gute Google Ranking, sondern derjenige, der es am besten schafft, den Kundennutzen für Google in den Vordergrund zu stellen, wird letztendlich das Rennen um die beste Platzierung machen.

Kai-Uwe Gutsch
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