Scanmiles: Mobile Verkaufsförderung für Jäger und Sammler

Punkte sammeln via Punktekarte war gestern. Heute können Punkte bequem über das eigene Smartphone gesammelt werden und das nicht nur beim Kauf eines Artikels. Nein, allein mit dem Interesse an einem Produkt können künftig Prämienpunkte eingeheimst werden. Und das funktioniert so.

Punkte sammeln mit ScanmilesDie Firma Mynetfair hat mit „Scanmiles“ eine App entwickelt mit der Smartphone-Besitzer speziell dafür vorgesehene Waren am Poit Of Sale mittels QR- oder Barcode scannen können. Mit jedem Scan können Bonuspunkte gesammelt werden, die später zu „attraktiven Prämien“ so der Anbieter eingetauscht werden können – und das unabhängig von einem Kauf. So erhält man z.B. für 4.000 gesammelte Punkte einen Gutschein des Bücherriesen AMAZON über 4 Euro. Dafür müsste man gut 40 Produkte scannen. Ein netter Zeitvertreib während des Einkaufens. Darüber Hinaus hat man die Möglichkeit einmal pro Monat 25.000 Euro zu gewinnen. Damit die entsprechenden Produkte auch gefunden werden, schlägt die App dem Smartphonebesitzer Geschäfte und Produkte in seinem aktuellen Umfeld vor.

Die Attraktivität dieses neuen Systems liegt für den Handel auf der Hand: Über die App können gezielt Werbebotschaften verbreitet werden wie Tipps über Neueröffnungen, Produkteinführungen oder ähnliches. Darüber Hinaus können gezielt bestimmte Filialen oder Produkte für die Instore-Scans freigeschaltet werden – eine regionale Eingrenzung ist somit möglich. Die teilnehmenden Firmen buchen sogenannte Scanmiles-Kontingente, die sie dann einsetzen können.

Ein besonderer Mehrwert kommt wohl den statistischen Auswertungen zu, die nicht nur einen Überblick über den aktuellen Aktionsverlauf geben, sondern vor allem anzeigen wo und welche Produkte am häufigsten gescannt wurden. Diese Information dürfte insbesondere für Hersteller ohne eigene Stores interessant sein, da sie auf diese Art und Weise wertvolle Informationen über den POS erhalten und so z.B. schnell die Attraktivität und das Produktinteresse einzelner Warengruppen analysieren können.

Ein paar Namhafte Teilnehmer an diesem System gibt es schon, darunter so bekannte Namen wie REWE, Penny, EDEKA und die Müller Drogeriemärkte.

Wie das System für den Endverbraucher funktioniert veranschaulicht folgender Spot: scanmiles auf YouTube

Bleibt abzuwarten wie die Endverbraucher das neue Angebot annehmen. Bekanntlich liegt der Spieltrieb genauso in den Genen des Menschen wie der Sammel- und Jagdtrieb. Von daher gute Voraussetzungen für das neue System, das vor allem auf diese menschliche Eigenschaft setzt.

Frank Hasenöhrl
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