Call to action: Smartphones – eine Herausforderung für Marketingverantwortliche

Smartphones, Tablets & Co. erfreuen sich großer Beliebtheit: Laut Bitkom wuchs der Smartphone-Absatz im Jahr 2011 um 36 Prozent auf zehn Millionen Stück an – im Jahr 2012 sollen es nochmal 24 Prozent sein. Mit der wachsenden Bedeutung von Internet-basierten Diensten, wachsen auch die Anwendungsbereiche dieses Kanals weiter. Für Marketingverantwortliche nicht nur eine Herausforderung sondern auch eine große Chance.

Laut einer Studie von Accenture surfen bereits 58 % aller User von mobilen Geräten täglich im mobilen Web. Das sind über ein drittel mehr als im vergangenen Jahr. Auch Mobile Retailing erfreut sich einer stetig wachsenden Akzeptanz: Bereits heute kauft jeder dritte Internetnutzer per Smartphone ein. Allerdings sind derzeit wenige Unternehmen auf die Ansprüche der mobilen Käufer vorbereitet. So erwarten 61 Prozent der befragten Smartphone-Nutzer, dass mobile Webseiten so einfach zu nutzen sind wie herkömmliche Internetseiten. Doch nur 37 % der befragten Unternehmen bieten zurzeit für das mobile Internet eine optimierte Webseite an. Mit der stetig steigenden Zahl an mobilen Geräten, steigt auch die Bedeutung von Anwendungsbereichen wie dem Kanal „mobile E-Mail“. Doch wie setzt man mobile E-Mail-Kampagnen effektiv um? Was müssen Marketingverantwortliche beachten, wenn sie ihre Kampagnen für mobile Geräte anpassen?

Weniger ist mehr. Bei der Umsetzung von mobilen E-Mail-Kampagnen gilt zunächst dasselbe wie für alle Kampagnen: Sie müssen ansprechend und verständlich gestaltet sein. Kaum ein User wird sich lange auf verzerrten Seiten mit fehlerhafter Darstellung aufhalten. Aus diesem Grund muss darauf geachtet werden, dass die Kampagnen auf die entsprechenden Betriebssysteme wie Android, I-OS oder Symbian ausgelegt sind.

Auch der Aufbau der mobilen Mail muss angepasst werden. Das deutlich kleinere Display erfordert für die Darstellung gekürzte Texte oder Buttons und Call-to-Actions müssen an eine andere Stelle gesetzt werden. Eine plakative Typografie und korrekte Darstellung von Umlauten verstehen sich beinahe von selbst. Selbstverständlich darf auch eine mobile Landingpage nicht fehlen, die die Besucher direkt überzeugt.

Besonderes Augenmerk sollte den Elementen geschenkt werden, die zur Interaktivität bzw. einer bestimmten Handlung animieren. Buttons sollten in dem kleinen Format gut als solche erkennbar und anklickbar sein. Da der gerne eingesetzte „mous-over-effekt“ aus technischen Gründen mobil nicht funktioniert, müssen Links und Buttons auf andere Art gut sicht- und wahrnehmbar gemacht werden.

Natürlich ist die Einbindung von Links zu sozialen Netzwerken ein bedeutender Schritt das Engagement von Kunden für eine Marke zu verstärken. Und noch ein letzter Tipp, der über Erfolg und Misserfolg einer mobilen E-Mail-Kampagne entscheiden kann: Wie in vielen Bereichen des Lebens zählt der erste Eindruck. Bei einer mobilen E-Mail ist das die Betreffzeile, da eine Vorschau auf den meisten Smartphones nicht möglich ist. Auf eine knackige Formulierung der Betreffzeile kommt es also an.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine mobile E-Mail-Kampagne mindestens genauso sorgfältig vorbereitet werden muss, wie eine herkömmliche E-Mail-Kampagne. Aber es lohnt sich. Denn die Separierung bietet viele Vorteile – und wenn es nur interessante Erkenntnisse über die immer wichtigere mobile Zielgruppe sind.

Frank Hasenöhrl
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