Pinterest – der neue Rising Star!


Pinterest ist momentan in aller Munde. In aller? Wohl eher in dem aller weiblichen Internetuser. Ein Beispiel: über 90% der Facebook Likes für diese Plattform gehen auf Frauen zurück. Für alle Männer also erst einmal eine kurze Zusammenfassung.

Pinterest ist ein soziales Netzwerk, auf dem Mitglieder Bilder pinnen können. Der Name leitet sich aus den beiden Wörtern „Pin“ für pinnen und „Interest“ für Interessen ab. Eine Foto-Bookmarking-Plattform also, auf denen Bilder öffentlich oder privat abgespeichert werden, mit Kommentaren versehen und geteilt werden können. Sozusagen das YouTube für digitale Bilder, wobei auch Videos integriert werden können.

Wer steckt hinter Pinterest?

Bereits seit März 2010 ist das Netzwerk online, seit einigen Monaten allerdings ist es in den USA die angesagteste Plattform. Laut Time Magazine gehört Pinterest zu den Top 50 der Webseiten des Jahres 2011. Laut Alexa weißt die Seiten bereits Rang 39 der meistbesuchten Homepages auf (im März 2012 noch Rang 44). Vom Traffic her gesehen rangiert das Netzwerk auf einem ähnlichen Niveau wir Google oder Twitter. Ursprünglich war das Netzwerk als Einkaufsführer geplant.

Hinter Pinterest steht ein kleines Team aus dem sonnigen Palo Alto in Kalifornien, die laut eigener Webseite ein Produkt und eine Firma gründen wollten, das die Menschen lieben. Kalifornier eben. Unterstützt wird das Unternehmen von einer Reihe Investoren und es wird wohl bald auch die Begehrlichkeiten der großen Onlineportale wecken.

Um noch einmal auf aktuelle Zahlen zurückzukommen: Im Dezember 2011 verzeichnete die Seite 11 Millionen Besucher pro Woche, im Januar 2012 waren es bereits 11,7 Millionen. Damit befindet sich Pinterest bereits in den Top Ten der sozialen Netzwerke. Keine andere Webseite hat die 10 Millionen Usergrenze so schnell durchbrochen.

Schöne Dinge an die Pinnwand

Pinterest Foto-Sharing für Unternehmen

Eigentlich bietet Pinterest nichts Neues, was wir nicht auch von Flickr und YouTube kennen. Bilder an eine Online-Pinnwand klemmen und teilen. Aber einen kleinen Unterschied gibt es doch und dieser scheint auch den Erfolg auszumachen. Das Motto von Pinterest lautet: „Zeige und teile die Dinge, die du liebst!“ So entstehen Fotowänder, die sich thematisch ordnen lassen und die Vorlieben der Nutzer widerspiegeln.

Um zu einer eigenen Pinnwand zu gelangen, muss man allerdings von einem anderen User eingeladen werden oder sich auf der Homepage unter „Request an Invite“ eine Einladung besorgen. Haben Sie die Zugangsdaten erhalten, können Sie sich mit Ihrem Twitter oder Facebookaccount anmelden (Username, Mailadresse und Passwort). Nach der Installation eines kleinen Scripts im Browser (Pin-Bookmarklets) können Sie loslegen.

Pinterest für Businesszwecke

Sie können sich nicht mit Ihrer Facebook Unternehmensseite anmelden. Wenn Sie als Firma auf Pinterest aktiv werden wollen, machen Sie dies am besten mit Ihrem Twitter Account. Es gibt keine eigenen Unternehmensaccounts, trotzdem wird Pinterest natürlich auch zu Businesszwecken genutzt.

Wenn Ihre Zielgruppe weiblich ist, können Sie es eigentlich nicht besser treffen. Was Sie lediglich benötigen ist ein interessantes Angebot und schöne Bilder. Hotels mit Wellnessangeboten, Fashion (insbesondere Schuhe ;-)), Hörbuchverlage und Designshops sind nur einige Beispiele, die bereits erfolgreich auf Pinterest anzutreffen sind.

Was macht Pinterest für Unternehmen interessant?

Neben der Zielgruppe, wecken besonders die automatischen Backlinks, die zu den gepinnten Bildern hinterlegt werden, das Interesse der Unternehmen. Sprich, nicht nur von Ihrer Seite aus können Sie direkt zu Ihrem Shop verlinken, auch wenn Ihre Fotos geripinned werden, landen Ihre Kunden, wenn es nicht von User extra herausgenommen wird, auf Ihrer Seite.

Wenn Sie es schaffen Ihre Produkte visuell ansprechend zu gestalten, sollte einem häufigen Repin nichts im Wege stehen.

Pinterest nur ein Hype?

Ob Pinterest mehr als ein Hype ist, wird sich zeigen. Viele Plattformen waren bereits kurzfristig stark angesagt und sind letztendlich in der Versenkung verschwunden. Gerüchten zufolge ist auch Google bereits an Pinterest interessiert.

Auch das Thema Datenschutz kann sich zumindest in Deutschland zu einem Problem entwickeln. So wird man zwar geben, die Quelle für Bilder und Videos anzugeben, verpflichtet ist man aber nicht. Viel Arbeit für die Datenschutzbehörden, denn unzählige User werden (und tun dies bereits) gegen Urheberrechte verstoßen. Sollten Sie als Unternehmen hier aktiv werden, geben Sie Ihren Mitarbeitern klare Richtlinien mit und klären Sie das Thema Urheberrecht für alle Bilder, die Sie pinnen.

Einen sehr interessanten Pinterest Guide für Unternehmen finden Sie auf der Seite von t3n.

Kai-Uwe Gutsch
(Follow Me – Der Social Media und Online Marketing Blog)

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