Promoted Tweets – Neue Anzeigenformate für Twitter

Nachdem es sich als nicht so leicht herauskristallisiert einen Testaccount bei Searchmetrics zu generieren, habe ich noch eine interessante Neuigkeit aus dem Hause Twitter, bevor ich die SEO-Tool Testreihe fortsetze.

Wie bekommt Facebook es in den Griff seine Werbeanzeigen auch für Smartphones und damit für Nutzer der mobilen Version sichtbar zu machen? Diese Frage, die bereits seit einiger Zeit nicht nur die Facebook internen Entscheidungsträger beschäftigt, sondern auch in der Webgemeinde ausführlich diskutiert wird, hat Twitter jetzt mit den Promoted Tweets gelöst.

Und das sehr gut, wenn man im Vergleich dazu einen Blick auf das Facebook-Ads Chaos wirft. Denn wer behält bei Sponsored Story, Promoted Post, Exchange Ad oder Checkout Ad schon noch den Überblick.

Twitter scheint, nach einer kurzfristigen Userstagnation, wieder den Weg zurück auf die Erfolgsspur zu finden. Allein in Deutschland konnte die Zahl der aktiven Accounts um 8% innerhalb eines Jahres gesteigert werden. Twitter USA wächst noch deutlicher, wie die Zahlen des eMarketer zeigen.

Twitter bietet inzwischen mit Promoted Tweets, Accounts und Trends drei unterschiedliche Werbeformen an, die sehr geschickt in die Tweets derjenigen denen man folgt integriert sind.

Promoted Tweets machen Twitter für Unternehmen interessanter

Promoted Tweets sehen aus wie herkömmliche Tweets, werden aber bevorzugt behandelt, sprich, sie erscheinen ganz oben in der Timeline, sobald sich der User bei Twitter einloggt. Unterscheiden tun sich die Werbetweets nur durch einen kleinen Promoted-Hinweis. Nach dem Einloggen werden sie allerdings durch weitere neue Beiträge nach hinten geleitet.

Einen Promoted Tweet bekommt der User zu sehen, wenn seine Suchanfrage mit dem Hashtag des Werbeschaltenden übereinstimmt oder die Accounts sich ähneln. Somit können mit dieser Art der Werbung auch neue Zielgruppen erreicht und die Reichweite Ihrer Tweets gesteigert werden.

Die Tweets müssen auch nicht extra erstellt werden. Twitter wählt die Tweets mit der meisten Interaktion automatisch aus. Bezahlt wird nur, wenn Sie durch Ihren Tweet neue Follower gewinnen oder Ihr Tweet weiterverbreitet wird. Die Kostenkontrolle haben Sie durch Definition von Tagesbudgets oder pro Cost-per-Engagement.

Promoted Tweets sind allerdings gerade erst in der Beta-Test-Phase. Man hat aber bereits die Möglichkeit, sich zu registrieren und dann vom Start an dabei zu sein.

Promoted Accounts zum Aufbau Ihrer Follower

Einsatzbereit sind dagegen bereits Promoted Accounts, die sich besonders für Unternehmen eigenen, die noch nicht viele Follower haben. Hier wird Ihr Account nämlich Usern mit ähnlichem Background unter der Rubrik „Wem soll ich folgen?“ vorgestellt. Zu erkennen ist diese Art von Accounts lediglich an dem kleinen Zusatz „Gesponsert“ am unteren Ende der Anzeige.

Auch in den Suchergebnissen werden solche Accounts bevorzugt behandelt.

Exakte Kosten habe ich allerdings auf der Twitterseite nicht entdeckt. In der Anmeldung lässt sich lediglich ein Budget definieren.

Promoted Trends stärkt Marke und Produktnamen

Ebenfalls noch in der Betaphase sind Promoted Trends, mit dem Twitter die interessantesten Themen, die momentan gezwitschert werden, hervorhebt. An prominenter Stelle werden diese Trends präsentiert. Ähnlich wie bei den Promoted Accounts können Sie nun auch bald ein Trendthema käuflich erwerben.

Twitter Promoted Tweet

All diese Werbeformen sind so verpackt, dass Sie den User nicht übermäßig strapazieren und sich gleichzeitig in alle mobilen Geräte integrieren lassen.

Starten können Sie Ihre Werbeaktivitäten auf Twitter unter: Start Advertising.

Ich bin gespannt, wie sich die neuen Werbeformen bei Twitter durchsetzen. Mit dieser neuen mobilen Werbung steht es nichts desto trotz bereits in der Beta-Phase 1 – 0 für Twitter gegen Facebook.

Kai-Uwe Gutsch
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