SEO-Tools im Test (Teil 5) – XOVI

Nach den beiden, vom Preis her betrachteten, Luxusversionen von Seachmetrics und Sitrix, steht heute Xovi auf dem Prüfstand. SEO Controlling und Online Marketing Suite für 99,- € pro Monat.

Vorab aber noch ein kurzes Wort zur Preisgestaltung von Searchmetrics, die es ja wirklich in sich hat. Nach Rücksprache mit einem Vertriebsmitarbeiter wurden mir folgendes gesagt: Die neue Suite 6 ist erst in der Testversion online. Die Preise werden erst in den nächsten Monaten definiert. Momentan gelten die alten Preislisten. Wer ein internationales Projekt hat und mehrere Länderversionen seiner Webseite analysieren möchte, kann dies nur mit der Ultimate Version – ab 1.325,- €.

Auch mit der flexiblen Buchung von nur dem, was man wirklich benötigt, ist der Vertriebsmitarbeiter schnell zurück gerudert. Die Preisgestaltung steht noch nicht fest und wie sie sich entwickelt wissen sie auch noch nicht genau. Aber bei den Preisen, die momentan aktuell sind, handelt es sich um „ab“ Preise. Also keine Vergünstigungen möglich!

Eigentlich sollte man davon ausgehen, wenn ein Produkt auf dem Markt ist, dass man auch exakte Informationen zum Prizing bekommt. Eine Alternative um billiger an eine Searchmetrics Suite zu kommen, sei höchstens die Zusammenarbeit mit einer Agentur, die eine vollständige Lösung gebucht hat und dann Domainplätze verkaufen kann, so der Vertriebsmitarbeiter zum Abschluss.

Das Gespräch war alles andere, als zufriedenstellend. Searchmetrics ist in der Rangliste erst einmal ganz nach hinten gerutscht.

Nach dem kurzen Einschub, jetzt aber zu Xovi.

Xovi – Zahlen, Daten, Fakten statt Bauchgefühl

Analysieren sie unbegrenzt viele Domains, Mitbewerber, Projekte und Keywords, so heißt es auf der Xovi Homepage. SEO, Backlinks, Monitoring, SEM, Affiliate – alles im Blick & alles inklusive.

Auf den ersten Blick kann dieses Tool alles, was auch die beiden zuerst getesteten Programme können: Internationales Keyword-Monitoring, Lokales Keyword-Monitoring, Datenhistorie und Exportfunktion.

Xovi – Einstieg leicht gemacht

Der Testaccount ist schnell beantragt. Die Zugangsdaten habe ich am darauffolgenden Tag erhalten. Damit kann ich nun das Tool ohne Einschränkungen nutzen. Alle Daten, die während der Testphase erstellt wurden, lassen sich zudem bei späterer Buchung weiterverwenden.

Neben dem Passwort bietet Xovi eine kostenlose Online-Einführung, in der innerhalb einer Stunde sämtliche Möglichkeiten des Tools dargestellt werden und der Teilnehmer Fragen zur Nutzung stellen kann. Zudem gibt es weitere Webinare, die die einzelnen Tools genauer beleuchten und ebenfalls zum größten Teil kostenlos angeboten werden. Alles sehr professionell aufgezogen!

Startmöglichkeiten mit Xovi

Xovi SEO Tool

Xovi verfügt über eine dynamische Datenbank mit zur Zeit ca. 20 Millionen Keywords. Sie haben also die Möglichkeit selbst Keywords einzupflegen, was gerade für Nischenanbieter ja unerlässlich ist. Bis die Keywords in der Datenbank erscheinen vergehen allerdings 7 bis 14 Tage, d.h. es empfiehlt sich diesen Schritt an den Anfang der Arbeit zu setzen.

Der zweite Schritt ist das Anlegen von Projekten. Der Punkt, der mich bereits bei Searchmetrics begeistert hat, ist also auch für nur 99,- € pro Monat bei Xovi möglich! Innerhalb der Projekte können Sie Domains, Mitbewerber und Benutzerrechte definieren sowie benutzerdefinierte Keywords festlegen. Die Datenbasis ist somit schnell erstellt.

Im dritten Schritt erledigen Sie in den Accounteinstellungen das Feintuning Ihres Xovi-Tools. Welche Informationen wollen Sie auf Ihrem Dashboard, welche allgemeinen Einstellungen sollen angezeigt werden – z.B. bei Reportings, beim Zeitraum von Charts oder bei Positionsvergleichen.

Haben Sie diese Schritte erledigt, kann das Arbeiten mit dem Tool beginnen.

Die Oberfläche von Xovi

Hier auf alle Möglichkeiten einzugehen, führt natürlich zu weit. Deshalb nur ein kurzer Überblick: Im Startbereich werden alle bereits angelegten Projekte angezeigt, klickt man auch Dashboard, erhält man die Übersicht über einzelne Projekte. Hinter den darauffolgenden Reitern (von SEO bis Domain Tools) befinden sich alle Links für die operative Arbeit.

Auch bei Xovi gibt es einen Sichtbarkeitsindex, der hier OVI (Online Value Index) heißt. Auch bei Xovi werden die Daten External Google Tools und von den Suchmaschinen selbst generiert. Der einzige Unterschied zu Sistrix und Searchmetrix ist, dass es keine konkreten Empfehlungen für Verbesserungen gibt. Allerdings können per Onpage Analyse viele Hinweise gegeben werden. Dieser Zusatz ist mit Sicherheit keine 300,- € Mehrkosten wert.

Das Durchsuchen internationaler Suchmaschinen ist eine Sache, die sich erst im Aufbau befindet. Momentan werden nur google.at und google.de abgedeckt. Noch im August soll die Schweiz hinzugenommen werden und in den kommenden Monaten sind Frankreich, Spanien, England, Italien und .com geplant.

Fazit: Xovi hat mich bisher am meisten überzeugt. Übersichtliche Daten, Projektarbeit und die Möglichkeit eigene Keywords zu erzeugen, verbunden mit einem Komplettpreis der in einem realistischen Rahmen liegt.

Weitere SEO-Tools im Test auf:

Sistrix Toolbox – Teil 1
Sisitrix Toolbox – Teil 2
Searchmetrics – Teil 1
Searchmetrics – Teil 1

Kai-Uwe Gutsch
(Follow Me – Der Social Media und Online Marketing Blog)

4 Kommentare

  1. Wir haben Xovi seit dem es das Tool gibt, im Einsatz. Das Preis-Leistungsverhältnis ist grundsätzlich mehr als fair, nicht zu letzt aufgrund der in den letzten Monaten hinzugekommenen neuen Funktionen. Allerdings sind manche Daten wie die Angaben zu Suchvolumen oder Trafficpotential nicht immer korrekt und auch die Tatsache, dass man mit dem Anlegen neuer Keyword(set)s die eigene Sichtbarkeit direkt beeinflussen kann, ist sicherlich nicht sehr günstig. Aber auch andere Tools haben Vor- & Nachteile, daher stellt Xovi meiner Meinung nach vor allem für Einsteiger eine absolute Empfehlung dar.

    1. Das sehe ich ähnlich. Leider ist XOVI nur für den deutschsprachigen Raum einsetzbar. Will man international aktiv werden, bleibt einem keine andere Wahl als bei der Konkurrenz etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

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